| EUROPAS JAZZ 2003 Jazz from Hungary 29.09. - 01.10. 2003, M59 & ROYAL GARDEN JAZZ CLUB Eine Reihe kompetenter Veranstalter sowie die Kunstuniversität Graz sorgen schon seit langem für einen optimalen Jazz-Boden. 2003 treffen sich MusikerInnen der EU und Osteuropas: Jazz-Liaisonen zwischen Ost und West. Thema ist diesmal Ungarn. Zu hören sind: Das MIRRORWORLD QUARTET, AKOSH S. und die MAKAM GROUP featuring Iren Lovasz (vocal).
29.09.2003, ROYAL GARDEN JAZZ CLUB/Beginn 21.00 Uhr
MIRRORWORLD QUARTET
Zoltan Lantos - violin
Mihaly Dresch - tenorsax, bass clarinet
Gabor Juhasz - guitar. oud
Kornel Horvath - percussion
In diesem Quartett finden sich zweifellos Ungarns herausragendste Instrumentalisten aus dem diffusen Bereich zwischen Jazz und Folk.
Der klassisch geschulte Geigenvirtuose Zoltan Lantos hat nach zehnjährigem Musikstudium in Indien die verschiedenen Idiome zu einem ausgeprägten Stil moderner Improvisationsmusik transformiert. Mihaly Dresch und Kornel Horvath, zwei der originellsten und innovativsten Musiker des Landes mit internationaler Reputation, greifen in ihrer Musik auch immer wieder auf alte ungarische Instrumente zurück, indes der technisch versierte Gitarrist Gabor Juhasz sein Spektrum auf den Saiten der Oud, der berühmten arabischen Laute, erweitert.
Die Musik von Mirrorworld ist eine frei lineare, sensitiv tänzerische Kammermusik, die mit ostinaten Loops und schrillem Jazz aufgeheizt wird. Naja, die Zeiten ändern sich eben.
30.09.2003, JAZZ M59/Beginn 20.00 Uhr
AKOSH S.
Akosh S. - saxes
Andras Vigh - hurdy gurdy, vocal
Gildas Etevenard - drums
Christian Brazier - bass
Mokhtar Choumane - flute ney
(Dieses Konzert ist eine Veranstaltung von "open music" Graz!)
Musiker wie Akosh S. mit ihrem schroffen Charme geben Anlass zur Hoffnung, dass die Pfründe neu aufgeteilt werden. Immer schon hat sich der ungarische Holzbläser außerhalb der Systeme bewegt und seine Musik als Gratwanderung verstanden. Einst stürzte er sich auf den Free Jazz (Ayler, Sun Ra, Shepp, Coltrane) wie andere auf die Who, spielte mit Dewey Redman, Steve Lacy und Steve Potts. All diese Einflüsse spürt man in der Klangfülle seiner Musik. Einer Musik, die Free Jazz und die Akzente ungarischer Tradition verbindet und wie eine Rockband von Energie und Tempo getrieben wird. Stets aber dem Augenblick hingegeben ist. Prädikat: ausgeprägter Live-Act.
Heute ist der in Paris als Akosh Szelevenyi lebende Querkopf damit längst zu einem gefeierten Star zahlreicher großer Festivals geworden.
01.10.2003, ROYAL GARDEN JAZZ CLUB/Beginn 21.00 Uhr
MAKAM GROUP
featuring Iren Lovasz (vocal)
Istvan Grencso - saxes
Balazs Thurnay - kaval
Zoltan Krulik - guitar
Laszlo Bencze - bass, marimba
Gergely Borlai - drums, percussion
Als vor knapp zehn Jahren ein Schüppel ungarischer Musiker dazu angetreten ist, eine spezielle Synthese von verschiedenen Harmonien zu entwickeln und gemeinsame musikalische Charaktere verschiedener Kulturen zu suchen und zu verbinden, hat dieser Schüppel den Begriff gleich zum Namen für die Band gemacht. Makam, jenes extensive modale Tonsystem, das die melodische Grundlage praktisch der gesamten arabischen und türkischen Kultur bis in weite Teile des Balkans und des Orients bildet.
In einer Art Kammermusik voll mystischer Ausstrahlung führt die Musik von Makam in eine archaische Welt, in der sich der Balkan, Afrika und der Orient auf magische Weise mit Jazz und Klassik verbinden. Angeführt vom Schillern der profunden Folk-Stimme von Iren Lovasz, die heute zu den führenden Ungarns zählt.
Projektbeschreibung Europas Jazz
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