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HIMMELSCHWER. Transformationen der Schwerkraft
HIMMEL WOHIN

Dass der Himmel ins Museum geglitten ist, ist eine Tatsache, ebenso das Schwinden des Christentums als nachhaltige Stifterin kultureller Identität in Europa. Zum integralen Bestandteil der Schau wird eben diese gegenwärtige Krise des religiös-spirituellen Bilderhaushalts gemacht - und der Versuch, dieser Krise auf neuer Ebene zu begegnen. Jenseits der Debatte über die Autonomie des Bildes versucht die Ausstellung Wanderungen und Transformationen von Bildthemen, die einstmals an die Imaginationen des Christentums gebunden waren, an modernen und zeitgenössischen Bildwelten freizulegen.

HIMMELSCHWER thematisiert bildliche Umgangsformen mit Gravitation an unterschiedlichsten Kristallisationspunkten: Paradies, Kosmos, Flugtraum, Aura, Fall, Materie, Körperlichkeit und Virtualität. Auf der Ebene des Bildkonzeptes werden kunstgeschichtliche Konstellationen entworfen, die im ersten Augenblick ungewöhnlich erscheinen. Die Schau folgt nicht der Logik einer historischen Vollständigkeit musealer Sammlungen, sondern der Logik der Konfrontation in einem Mehrzeitenraum.
Die Entzweiung von Kunst und Religion wird nicht geleugnet, stattdessen werden neue Spuren gelegt. Ein Überschuss an künstlerischer Kraft tritt zu Tage, der jenseits des diagnostizierten Bruchs tobt.

Mehr Info: http://www.minoriten.austro.net/himmelschwer

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