| Leistungen der steirischen Kunst Meisterwerke der steirischen Moderne Ausstellung auf Burg Rabenstein und in Frohnleiten In dieser Ausstellung auf Burg Rabenstein und im Stadtraum Frohnleiten wurde versucht, mit sachkundiger Auswahl aus öffentlichen und privaten Sammlungen einen Überblick über die bedeutendsten Leistungen der steirischen Kunst des 20. Jahrhunderts zu geben.
Graz und das Land Steiermark können auf eine beachtliche Zahl von KünstlerInnen verweisen, die in den letzten 80 Jahren die verschiedenen Phasen der Moderne repräsentier(t)en und eigene Ausdrucksweisen entwickelt haben. Fernab der Metropolen des globalen Kunstmarkts haben nur einige von ihnen - Wilhelm Thöny etwa, der emigrierte, oder Günter Brus, der in Wien den Aktionismus mitgeprägt hat - internationale Anerkennung gefunden. So war diese Ausstellung für Gäste eine Entdeckungsreise in eine bislang unbekannte Kunstlandschaft, für Fachleute die außergewöhnliche Gelegenheit, KünstlerInnen, die eine lokale Szene befruchteten, in ihrem überregionalen Wert zu erkennen. Im extremen Spannungsfeld zwischen den avantgardistischen Strömungen in den Metropolen und dem traditionellen Umfeld in der Steiermark kam es zu thematischen und stilistischen Transformationsprozessen in den Werken, die von den KünstlerInnen mit Sorgfalt und Verantwortung betrieben wurden. Das Verständnis für die internationalen Strömungen in der Moderne war bis in die 60er-Jahre gering. Erst durch die Aktivitäten des Forum Stadtpark ab 1960 gelang der Durchbruch im öffentlichen Bewusstsein, mit der Dreiländerbiennale "Trigon" und dem alljährlichen Avantgardefestival steirischer herbst übernahm die Steiermark eine Vorreiterrolle in der Vermittlung aktueller, internationaler Kunst in Österreich. Die Qualität der Bilder sollte auch bekräftigen, dass die Steiermark ein "Museum der steirischen Moderne" braucht. Die Präsentation auf Burg Rabenstein umfasste Werke der Malerei, Kleinplastik und Arbeiten auf Papier, bedeutende Werke der Großplastik wurden in Frohnleiten postiert. Gezeigt wurden Arbeiten von Aduatz, Bohatsch, Brandl, Brus, Decleva, Fabian, Hartlauer, Herzig, Hollegha, Kienzer, Klinkan, Krenn, Kriesche, Leskoschek, Lojen, Maly, Moswitzer, Motschnig, Nagelmüller, Neuburg, Ölzant, Oviette, Panzer, Penker, Pillhofer, Pointner, Pölzl, Pongratz, Prelog, Rahs, Ringel, Ritter, Rogler, Rotterdam, Roupec, Sammer, Schmalix, Silberbauer, Strobl, Szyszkovitz, Taucher, Thöny, Troger, Wagula, Waldorf, Weber, Wickenburg, Wurm u. a. Die Ausstellung wurde durch einen wissenschaftlich fundierten Katalog mit zahlreichen Abbildungen ergänzt. Im Rahmenprogramm waren Meisterwerke der Literatur, der Musik und des Films zu hören bzw. zu sehen. Vorträge und Diskussionen mit JournalistInnen und KunsthistorikerInnen sowie Führungen erleichterten den Zugang.
Veranstalter: Akademie Graz
Kurator: Götz Pochat
Mitarbeit: Emil Breisach, Günter Eisenhut, Hellmut Czerny, Gerhard Lojen
Herausgeber des Katalogs: Günter Eisenhut, Götz Pochat
Gestaltung und Kommunikation: die ORGANISATION
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