| Schengenblick Visualisierung von Grenzsituationen im Stadtraum Graz
Zielen Projekte zwischen Österreich und Slowenien meist auf einen humanen völkerverbindenden Kontext ab, um eine gemeinsame Vergangenheit und Gegenwart zu manifestieren, stellte das Projekt "Schengenblick" den Begriff Grenze in einen übergeordneten Zusammenhang und machte die Perspektive des Flüchtlings im Stadtraum von Graz sichtbar. Denn das Jahr 2003 bot der Steiermark wohl die letzte Möglichkeit, sich mit seiner Schengen-Außengrenze auseinander zu setzen. Die emotionale Befindlichkeit eines Landstriches am Rande Europas und die Situation jener, die auf entbehrungsreichem Weg als "Illegale" an diese Grenze kommen, bildeten hier die Basis. Zum Projekt erschien ein umfangreicher Textkatalog. Die Begleittexte waren auch via http://www.pavelhaus.at abrufbar.
SCHENGENBLICK arbeitete mit den Augen des Flüchtlings. Eine Kamera lieferte von einem Weingarten in Novi Vrh, nahe des Grenzübergangs Mureck/Trate, einen Schwenkblick auf die steirische Seite. Live auf Monitore im Grazer Stadtraum übertragen. Die Schönheit des Panoramas der Süd-Steiermark wurde dadurch gebrochen, dass die BetrachterInnen die Perspektive des Flüchtlings einnahmen.
Idee und Konzeption: Michael Petrowitsch
Kooperationspartner Rahmenprogramm: social impact, VolxTheaterKarawane, Militärkommando Steiermark Ein Projekt von Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas in Kooperation mit dem Pavelhaus, Laafeld. |