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Genre: Musik
Film/Foto/Neue Medien
Lebensräume

Die Verhältnisse der Repräsentation
selfware. politics of identity
Identitäten in der Medien- und Konsumgesellschaft

SELFWARE präsentierte zwischen 15. Mai und 28. Juni 2003 mehr als 60 internationale MusikerInnen, VideokünstlerInnen, ProduzentInnen, TheoretikerInnen,
ComputerspieledesignerInnen und JournalistInnen im Grazer Palais Thienfeld. Deren Beiträge bildeten eine breite Palette an Veranstaltungsformaten, eine Plattform für aktuelle Kunst und Musik, für interdisziplinäre Crossover-Projekte und Diskussionen. Thematisiert wurden die Bereiche Mode, Musik, visuelle Medien, Computerspiele, Netzkulturen und die vielfältigen Überschneidungen, die zwischen diesen Bereichen existieren.

Was aber hat das mit Identität zu tun? SELFWARE basierte auf der Idee, dass die Entscheidungen für eine bestimmte musikalische oder ästhetische Form, für ganz bestimmte Strategien der Produktion also, immer auch auf Vorstellungen über Lebenswelten und Lebensstile gründen. Identität ist mehr als eine Idee. Identität ist der Ausdruck dessen, wie wir uns beschreiben. Sie kennzeichnet dasjenige, was wir glauben zu sein und zu repräsentieren. SELFWARE präsentierte ein breites Spektrum solcher Repräsentationsformen an den Grenzen zwischen Musik, Kunst, Mode und Medien. Doch die Grenzen bestehen nicht zwischen Musik und Mode, zwischen Film und Computerspielen. Die Grenzen werden von Vorstellungen über Normalität gebildet, Vorstellungen darüber, wie wir uns zu beschreiben und darzustellen haben. SELFWARE verstand sich aus diesem Grund auch als ein Raum auf Zeit, der die Spielräume unserer Gesellschaft auslotet.

01 STYLE
Im Mittelpunkt von "selfware.style" stand der internationale Wettbewerb "the enfashioned self", der sich an unabhängige Mode- und Designlabels sowie an Mode- und Designhochschulen richtete. Die Arbeiten der PreisträgerInnen - ausgewählt von einer internationalen Jury - sowie weitere ausgewählte Arbeiten wurden am 30. April 2003 im Rahmen der Veranstaltung "a.ware." in der Grazer Helmut-List-Halle präsentiert.

Die Hauptpreise des Wettbewerbs wurden vergeben an:
____fabrics interseason, Wien
Emmeline de Mooij, Amsterdam

Die Anerkennungen wurden vergeben an:
Lena Knebl, Wien
Gertjan Nijhoff, Rotterdam

Die in Zusammenarbeit mit den PreisträgerInnen produzierten Editionen waren erhältlich im 03 shop, Herrengasse 16, und im Palais Thienfeld,
Mariahilferstraße.


02 SOUND
Im Mai 2003 bildete SELFWARE.sound den Schwerpunkt des Veranstaltungsprogramms im Palais Thienfeld. Ein große Anzahl internationaler MusikerInnen, ProduzentInnen und TheoretikerInnen zeigte, dass Musikproduktion mehr ist, als interessante Schallwellen zu erzeugen.

Kuratoren:
Robert Jelinek, Wien
Sascha Kösch, Berlin

TeilnehmerInnen u. a. visomat av (Berlin), visomat inc./DJ Skate (Labstyle, Berlin), Fee Magdanz (Köln), Suerte/Dirk Leyers/Closer Musik (Kompakt, Köln), senking/Jens Massel (karaoke kalk/Köln), Robert Jelinek, spoiler (Wien), Sascha Kösch, de:bug (Berlin), Mikael Stavöstrand/vita (Force Inc, mitek, Berlin), Safety Scissors (Proptronics, Berlin), Steve Beard (Hove, GB), Scott Pagano (San Francisco), spoiler (Wien), cheap records (Wien), leitblech (Wien), villa island studio (Wien), Anthony Wilson (Manchester), MC TORCH (360°/V2), Heidelberg, DJ FLIP, TEXTA (Tonträger Records), Linz, Mitte Karaoke (Berlin), Pit Schulz (Berlin), David Moufang (D).


03 GAMES
Der GAMES-Schwerpunkt von SELFWARE im Juni 2003 präsentierte Projekte, die verschiedene Mechanismen und strukturelle Gesetzmäßigkeiten von Computerspielen einer Analyse oder Dekonstruktion unterzogen, die inhärente ideologische Muster thematisierten oder anhand von mittlerweile historischen Spielen aktuelle Konzepte kontextualisierten. Im Mittelpunkt stand jedenfalls das Subjekt des/der Spielerin und ihre/seine Beziehung zum Spiel.

Kurator: Georg Lauteren, Wien

TeilnehmerInnen u. a. fuchs-eckermann electronic arts (Manchester), Arcangel Constantini (MEX), Andreas Lange (Berlin), Birgit Richard (Berlin), CNTRCPY (Wien), Astrid Deuber-Mankowsky (Berlin), Claus Pias (Berlin), Emma Davidson/lektrogirl (rephlex, London), Gareth Morris/gwEm (preromanbritain, London), Julian Oliver/selectpark (AUS), Tom Erland U. Ekenes (Oslo), Andrew Tepper (Pittsburgh), Richard Bartle (London), Tero (rikos records, FI), Gameboy Music Club (Wien), Jodi (E/NL), Tilman Baumgärtel (Berlin), Juan Leandre (Barcelona).


04 VISUALS
Film- und Fernsehindustrien bestimmen ganz wesentlich darüber, was Öffentlichkeiten zu sehen gegeben wird. Als Massenmedien formen sie die Struktur visuellen Denkens und haben großen Anteil daran, wie und was als kulturelles Wissen erworben wird. Das Film- und Videoprogramm von SELFWARE griff konkrete Momente der Konfrontation von Massen- und Subkulturen, von Mainstream und Minderheiten auf. Die Film- und Videobilder bearbeiten die Konflikte und Widersprüche von Zuschreibungen und Zurückweisungen von Identifikationen und Identitäten.

Kuratoren:
Dietmar Schwärzler, Wien
Eugen Danzinger, Wien

Arbeiten von u. a. Jean-Luc Godard (F), Agnés Varda (F), George Rey (F), Yves-Marie Mahé (F), Akahiko Iimura (F), Mara Mattuschka (A), Yoshie Suzuki (US), Jean Génet (F), Stefan Arni/Siggi Kinski (IS), Sophie Calle/Greg Shepard (US), Kurt Kren (A), Jonas Ackerlund (US), Peggy Ahwesh (US), Chris Cunningham (GB), Frédéric Moffet (CAN), Bailie Walsh (GB), Bobby Abate (US), Hype Williams (US), Greta Snider (US), Lionel Soukaz (F), Philipp Virus (D), Josef Robakowski (PL), Corinna Schnitt (D), Caspar Stracke (D/US), Carola Dertnig (A), Michael Snow (CAN), Linda Wallace (AUS), Lisl Ponger (A) Klaus Sander (D), Daniel Martinico (US), Devan Simunovich (US), Eugen Danzinger (A/US), John Zurhellen (US), Martin Heigl (A), Toby Slater (US), Ben Coonley (US), panOptic (US).

surface
1:1-Intervention am Palais Thienfeld
Als 1:1-Intervention wurde von 40 ArchitekturstudentInnen des Instituts für Wohnbau und Entwerfen (TU Wien) in Kooperation mit "selfware" und Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas vor dem Palais Thienfeld in Graz eine temporär benutz- und bewohnbare Funktionsfassade errichtet um dem Palais Thienfeld eine Temporäridentität zu verleihen.
Als Schnittstelle zwischen innen und außen entwickelten und bauten die Studierenden die vertikale 1:1-Wohninstallation im Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und Privatheit.
In Wien wurden von den StudentInnenteams verschiedene Funktionsmodule zum Kochen, Schlafen, Essen, Arbeiten und Entspannen sowie ein DJ-Pult, eine public-lounge und ein Werkstatt-Bereich vorgefertigt und dann in Graz in ein Gerüstsystem eingebaut.
Die Funktionsfassade wurde vom 05.06. bis 28.06 durchgehend von den beteiligten StudentInnen weiterentwickelt, bewohnt und mit verschiedenen Veranstaltungen bespielt.
"surface" wurde im Rahmen einer Entwurfsübung unter der Leitung von Michael Rieper und Peter Fattinger realisiert.


SELFWARE. politics of identity
Dauer des Projektes: 15. Mai bis 28. Juni 2003
Projektbeschreibung und Detailinformationen: http://www.selfware.at

Idee, Konzeption und Durchführung: midihy + mvd Graz-Wien-New York

Ein Projekt von Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas.

Datum:30.04.2003 - 26.06.2003
Ort:Helmut List-Halle
Palais Thienfeld
p.p.c





MEDIENPARTNER:
  
 
externe links:
http://www.selfware.at/
http://midihy.org
http://mvd.org




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